Auf dieser Seite
Die meisten Stürze enden mit einem Lachen und etwas Schnee im Kragen. Trotzdem solltest du wissen, was zu tun ist, wenn etwas schiefgeht. Das sind allgemeine Infos — befolge die Anweisungen der Pistenrettung und mach, wenn möglich, einen Erste-Hilfe-Kurs.
Bevor etwas passiert
- Speichere die Notrufnummer des Skigebiets im Handy (sie steht auf dem Pistenplan und dem Skipass).
- Kenne die allgemeinen Nummern: 112 in der EU und vielen Ländern, 911 in den USA und Kanada, 119 für den Rettungsdienst in Japan. Prüf die Nummer an deinem Reiseziel.
- Trag das Handy geladen in einer warmen Innentasche.
- Vereinbart in der Gruppe einen Treffpunkt.
- Halte die Daten deiner Versicherung bereit.
Nach einem Sturz: Prüf dich selbst
- Bleib kurz liegen. Prüf, ob Kopf, Nacken, Rücken, Knie oder Handgelenke schmerzen.
- Wenn alles in Ordnung ist, steh auf und fahr an den Pistenrand.
- Bei starken Schmerzen, wenn du ein Glied nicht bewegen kannst, nach einem harten Schlag auf den Kopf oder bei Schwindel oder Verwirrtheit bleib, wo du bist, und ruf Hilfe.
Wenn sich jemand anderes verletzt
- Unfallstelle sichern: Steck gekreuzte Ski oder ein Board oberhalb des Verletzten in den Schnee, damit andere ihn sehen.
- Pistenrettung alarmieren oder die Notrufnummer des Skigebiets anrufen. Nenne Pistenname, die nächste Pistenmarkierung, den Lift oder einen Orientierungspunkt.
- Nicht bewegen bei Verdacht auf Kopf-, Nacken- oder Rückenverletzung, außer bei unmittelbarer Gefahr.
- Warm halten: eine Jacke darüber und, wenn möglich, darunter legen.
- Bleib bei der Person und sprich mit ihr.
- Tausch Daten mit den Beteiligten aus und notiere Zeugen (FIS-Regel Nr. 10).
Schlag auf den Kopf: Wer sich den Kopf angeschlagen hat und Kopfschmerzen, Erbrechen, Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder Gedächtnislücken hat, sollte zum Arzt — auch wenn es ihm danach gut geht. Symptome können Stunden später auftreten.
Wenn ein Kind verloren geht
Vorbeugen
- Steck einen Zettel mit deinem Namen und deiner Telefonnummer in die Jackentasche oder an den Helm; manche Skigebiete verteilen Armbänder.
- Vereinbart eine einfache Regel: „Wenn du uns verlierst, bleib am Ausstieg des Lifts stehen und sag es dem Liftpersonal.“
- Zieh Kinder in kräftigen, auffälligen Farben an und mach jeden Morgen ein Foto.
- Größere Kinder sollten den Namen des Skigebiets und eurer Unterkunft kennen und ein geladenes Handy dabeihaben.
Wenn es passiert
- Bleib ruhig. Geh zum vereinbarten Treffpunkt oder zum Lift, wo du das Kind zuletzt gesehen hast.
- Informier sofort das Liftpersonal und die Pistenrettung: Sie sind im ganzen Skigebiet per Funk verbunden.
- Beschreib das Kind: Alter, Farben der Kleidung, Helm, Ski oder Board und Können.
- Ein Erwachsener bleibt am Treffpunkt, die anderen suchen mit der Pistenrettung.
- Schau im Büro der Skischule nach — dorthin werden verlorene Kinder oft gebracht.
Wenn ein Freund verloren geht
Teilt euren Live-Standort, vereinbart Treffpunkte und -zeiten und fahrt nicht allein abseits der Hauptpisten. Wenn jemand am Ende des Tages nicht auftaucht und nicht ans Telefon geht, informier die Pistenrettung.
Bergrettung und ihre Kosten
In vielen Ländern zahlt der Verletzte die Rettung von der Piste (per Akja oder Hubschrauber). Deshalb ist eine Versicherung mit Wintersportdeckung unverzichtbar.

