Auf dieser Seite
So sieht dein erster Tag auf Ski aus, Schritt für Schritt. Lies es vor dem Kurs, dann ergibt alles, was der Skilehrer sagt, mehr Sinn.
1. Ski anschnallen
- Such dir eine ebene Stelle und leg die Ski nebeneinander, bei Gefälle quer zum Hang.
- Entferne den Schnee von der Schuhsohle (klopf mit dem Stock dagegen).
- Setz die Schuhspitze in den vorderen Bindungsteil und drück dann mit der Ferse kräftig nach unten, bis der hintere Teil einrastet.
- Zum Ausziehen drückst du mit der Stockspitze oder dem anderen Schuh auf den Hebel hinter der Bindung und hebst die Ferse an.
2. Grundhaltung
Eine gute Haltung ist 80 % des Skifahrens. Stell dich so hin:
- Füße etwa hüftbreit auseinander,
- Sprunggelenke und Knie leicht gebeugt — die Schienbeine liegen sanft vorne an den Schuhen an,
- Gewicht auf der Fußmitte (nicht auf den Fersen!),
- Hände vorne, als würdest du ein Tablett tragen, und im Blickfeld,
- Blick nach vorne, nicht auf die Ski.
Test: Spürst du die Schuhzunge an den Schienbeinen? Wenn nicht, bist du in Rücklage. Rücklage ist Anfängerfehler Nummer eins: Die Ski werden schneller und sind schwer zu kontrollieren.
3. Fortbewegung in der Ebene
- Gleitschritte: Schieb die Füße vorwärts, ohne die Ski anzuheben.
- Sternschritt: Zum Richtungswechsel hebst du die Spitzen an und versetzt sie in kleinen Schritten, wie Uhrzeiger.
- Treppenschritt: Um einen kleinen Hang hinaufzukommen, stell dich quer zum Hang und steig seitlich hinauf, die bergseitigen Kanten eingesetzt.
- Grätenschritt: Spitzen in V-Form auseinander; steig auf den Innenkanten bergauf.
4. Erstes Gleiten (Schussfahrt)
Auf einem sehr flachen Hang mit ebenem Auslauf richtest du die Ski talwärts, hältst die Grundhaltung und lässt dich gleiten, bis du in der Ebene von selbst stehen bleibst. Wiederhole das, bis du dich entspannt fühlst.
5. Der Pflug („Pizza“): deine Bremse
- Schieb beim Gleiten die Skienden auseinander, sodass die Spitzen zusammen (ohne sich zu kreuzen) und die Enden auseinander sind — ein „Pizzastück“.
- Drück die Knie leicht nach innen, damit die Innenkanten greifen.
- Zum Bremsen öffnest du den Pflug weiter und drückst etwas stärker. Für mehr Tempo machst du ihn schmaler.
- Halte das Gewicht zentral — nicht nach hinten lehnen.
Übe das Bremsen, bis du jederzeit und überall anhalten kannst. Das ist der Schlüssel zum Selbstvertrauen.
6. Pflugbögen
- Schau im Pflug dorthin, wohin du fahren willst.
- Belaste sanft den Ski gegenüber der Kurvenrichtung: den rechten für eine Linkskurve, den linken für eine Rechtskurve.
- Lass die Ski quer zum Hang drehen; wenn du langsamer wirst, schau zur anderen Seite und verlagere den Druck auf den anderen Ski.
- Verbinde die Bögen zu einem sanften „S“ den Hang hinab.
Quer zum Hang zu fahren kontrolliert das Tempo. Je weiter du jeden Bogen ausfährst, desto langsamer wirst du.
7. Schrägfahrt
Den Hang schräg überqueren, Ski parallel, die bergseitigen Kanten greifen. Der bergseitige Ski ist etwas voraus. Schrägfahrten verbinden die Kurven und sind die Basis für das Parallelskifahren.
8. Stürzen und Aufstehen
- Wenn du merkst, dass du fällst, setz dich seitlich und bergwärts hin, statt dagegen anzukämpfen.
- Zum Aufstehen: Leg die Ski quer zum Hang unter dich (sonst rutschst du beim Aufstehen weg), zieh die Hüfte zu den Schuhen, setz die Stöcke bergseitig ein und drück dich hoch.
- Wenn ein Ski ausgelöst hat, zieh zuerst den talseitigen und dann den bergseitigen an.
9. Dein erster Lift
Am ersten oder zweiten Tag fährst du mit einem Zauberteppich oder einem flachen Schlepplift. Halte die Ski parallel, bleib locker und lass dich ziehen. Lies den Lift-Ratgeber.
Wie man die Stöcke benutzt
Anfänger verzichten am ersten oder zweiten Tag oft auf Stöcke — sie lenken ab. Später helfen sie beim Rhythmus und beim Anschieben in der Ebene. Siehe wie man Skistöcke auswählt.
Checkliste für Skianfänger
- Schienbeine am Schuh, Hände vorne, Blick nach vorne
- Im Pflug jederzeit und überall bremsen
- Verbundene Pflugbögen auf einem flachen Hang
- Nach einem Sturz allein aufstehen
- Mit Schlepplift oder Zauberteppich hinauffahren
Bereit für mehr? Weiter zur nächsten Stufe.



