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  1. 1. Regular oder Goofy?
  2. 2. Das Board kennenlernen
  3. 3. Bindung schließen und anschieben
  4. 4. Aufstehen
  5. 5. Abrutschen (Fersenkante)
  6. 6. Das fallende Blatt
  7. 7. Erste Kurven (Girlanden und verbundene Kurven)
  8. 8. Sicher stürzen
  9. 9. Schlepp- und Sessellifte mit dem Board

Snowboarden hat in den ersten Tagen eine härtere Lernkurve als Skifahren, aber wenn es Klick macht, dann richtig. Das ist die Progression, die du durchläufst.

1. Regular oder Goofy?

Dein Stand bestimmt, welcher Fuß vorne ist:

  • Regular: linker Fuß vorne (am häufigsten).
  • Goofy: rechter Fuß vorne.

Schnelltests: Welchen Fuß setzt du nach vorne, wenn dich jemand sanft von hinten schubst? Mit welchem Fuß vorne rutschst du in Socken über einen glatten Boden? Wenn du skatest oder surfst, nimm denselben Stand. Im Zweifel hilft dir der Lehrer, und du kannst am ersten Tag noch wechseln, wenn es sich falsch anfühlt.

2. Das Board kennenlernen

  • Nose und Tail: vorderes und hinteres Ende.
  • Fersenkante und Zehenkante: Damit kontrollierst du das Tempo und fährst Kurven.
  • Bindung: Riemen über Knöchel und Zehen und eine hohe Rückenlehne (Highback). Im Verleih stellt man Anfängern meist einen „Duck“-Stand oder einen leicht nach vorn gedrehten Stand ein.
  • Leash (Fangleine): In manchen Skigebieten Pflicht, damit das Board nicht davonrutscht.

Leg das Board nie mit dem Belag nach unten am Hang ab — es kann davonrutschen und jemanden verletzen. Leg es mit der Bindung nach unten in den Schnee.

3. Bindung schließen und anschieben

  1. Setz dich quer zum Hang, das Board unterhalb von dir.
  2. Schnall zuerst den vorderen Fuß an (Knöchelriemen, dann Zehenriemen), die Ferse fest hinten in der Bindung.
  3. Um dich in der Ebene und zu den Liften zu bewegen, lass nur den vorderen Fuß angeschnallt und schieb dich mit dem hinteren an wie auf einem Skateboard. Halte den hinteren Fuß nah am Board.
  4. Schnall den hinteren Fuß erst an, wenn du bereit für die Abfahrt bist.

4. Aufstehen

  • Von der Fersenseite: Talwärts sitzend setzt du die Fersenkante ein, ziehst die Knie zur Brust, greifst die Zehenkante und drückst dich mit der vorderen Hand hoch. Halte das Board quer.
  • Von der Zehenseite: Kniend, mit dem Gesicht zum Berg, drückst du dich mit den Händen hoch. Vielen Anfängern fällt das leichter.

5. Abrutschen (Fersenkante)

Das ist die Bremse des Snowboarders und die Grundlage für alles.

  1. Steh mit Blick talwärts, das Board quer, Knie gebeugt, Gewicht auf beide Füße verteilt.
  2. Senk sanft die Zehen, damit die Fersenkante etwas loslässt und du gerade nach unten rutschst.
  3. Heb die Zehen wieder an, um die Kante einzusetzen und zu bremsen.

Übe danach dasselbe auf der Zehenkante, mit dem Gesicht zum Berg. Blick hoch, Rücken gerade.

6. Das fallende Blatt

Verlagere beim Abrutschen das Gewicht sanft auf den vorderen Fuß, und das Board gleitet zu dieser Seite; verlagere es auf den hinteren, und es gleitet zur anderen — wie ein Blatt, das im Zickzack fällt. Übe es auf beiden Kanten. So lernst du, mit dem Gewicht zu steuern und dorthin zu schauen, wohin du fährst.

7. Erste Kurven (Girlanden und verbundene Kurven)

  1. Girlanden: Lass aus dem fallenden Blatt heraus die Nose etwas mehr talwärts zeigen und dreh sie dann wieder quer. Das sind halbe Kurven auf derselben Kante.
  2. Kurve von der Fersen- auf die Zehenkante: Wenn das Board talwärts zeigt, verlagere das Gewicht allmählich auf den vorderen Fuß, dreh die Schultern, schau in die neue Richtung und drück sanft mit den Zehen. Das Board wechselt auf die Zehenkante.
  3. Kurve von der Zehen- auf die Fersenkante: Genauso, aber Zehen anheben und dich etwas hinsetzen, wie auf einen Stuhl.
  4. Verbinde sie zu einem S. Deine ersten verbundenen Kurven gehören zu den schönsten Gefühlen im Schneesport!

Das große Geheimnis: Druck auf den vorderen Fuß. Anfänger lehnen sich instinktiv nach hinten, wenn das Board talwärts zeigt — so ist eine Kurve unmöglich. Vertrau dem vorderen Fuß.

8. Sicher stürzen

  • Nach hinten: hinsetzen, Kinn zur Brust, Arme am Körper, Fäuste machen.
  • Nach vorne: auf Knie und Unterarme fallen.
  • Nie die Arme steif machen. Trag Handgelenkschützer und überleg dir eine Protektorenhose fürs Steißbein.

9. Schlepp- und Sessellifte mit dem Board

Nur der vordere Fuß ist angeschnallt. Im Schlepplift stellst du den hinteren Fuß an die hintere Bindung und belastest den vorderen. Im Sessellift: hinsetzen, das Board nach vorne richten und mit dem hinteren Fuß auf dem Stomp Pad aussteigen. Details unter wie man Lifte benutzt.

Realistische Erwartungen

  • Tag 1: Stand, Anschieben, Abrutschen auf der Fersenkante. Viele Stürze.
  • Tag 2: fallendes Blatt auf beiden Kanten, erste Girlanden.
  • Tag 3: erste verbundene Kurven auf einem flachen Hang.
  • Tag 4–5: verbundene Kurven auf grünen und leichten blauen Pisten, Sessellifte.

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, ob ich Regular oder Goofy fahre?

Regular-Fahrer haben den linken Fuß vorne, Goofy-Fahrer den rechten. Teste, welchen Fuß du von selbst vorsetzt, wenn man dich von hinten schubst, oder mit welchem Fuß vorne du in Socken rutschst.

Warum stürzen Snowboard-Anfänger so oft?

Weil das Board zwei Kanten hat und man leicht mit der talseitigen hängen bleibt. Abrutschen und das fallende Blatt üben, das Gewicht auf der bergseitigen Kante halten und Handgelenkschützer tragen verringert Stürze und Verletzungen.