Auf dieser Seite
  1. Schicht 1: die Funktionsschicht (Funktionsunterwäsche)
  2. Schicht 2: die Zwischenschicht (Isolation)
  3. Schicht 3: die Außenschicht (Shell)
  4. Beine
  5. Was man bei welcher Temperatur trägt
  6. Kopf, Hände und Füße

Das Zwiebelprinzip ist die wichtigste Idee bei Wintersportbekleidung. Jede Schicht hat eine Aufgabe, und zusammen halten sie dich bei jedem Wetter warm, trocken und bequem.

Schicht 1: die Funktionsschicht (Funktionsunterwäsche)

Aufgabe: Schweiß von der Haut wegleiten, damit du trocken und damit warm bleibst.

  • Merinowolle: wärmt auch feucht, ist weich und riecht nicht (du kannst sie mehrere Tage tragen). Teurer und weniger strapazierfähig.
  • Synthetik (Polyester, Polypropylen): trocknet schnell, ist günstig und robust, fängt aber an zu riechen.
  • Mischgewebe: ein guter Kompromiss.
  • Passform: körpernah, aber nicht einengend.
  • Nie Baumwolle: hält Feuchtigkeit und kühlt dich aus.

Stoffgewichte: leicht (150 g/m², Frühling und sehr aktive Tage), mittel (200 g/m², für die meisten) und schwer (250+ g/m², sehr kalte Tage).

Schicht 2: die Zwischenschicht (Isolation)

Aufgabe: warme Luft speichern. Das ist die Schicht, die du je nach Temperatur an- oder ausziehst.

  • Fleece: atmungsaktiv, günstig und wärmt auch feucht. Die klassische Wahl.
  • Jacke mit Kunstfaserfüllung: warm, komprimierbar und unempfindlich gegen Feuchtigkeit.
  • Daunenjacke: die wärmste im Verhältnis zum Gewicht; verliert Wärme, wenn sie nass wird. Ideal unter der Außenschicht an sehr kalten Tagen.
  • Merino- oder Wollpullover: funktioniert auch.

Schicht 3: die Außenschicht (Shell)

Aufgabe: Wind, Schnee und Wasser abhalten und dabei Schweißdampf nach außen lassen.

  • Hardshell-Jacke: ohne Isolation, nur wasserdichte Membran. Sehr vielseitig in Kombination mit Zwischenschichten.
  • Gefütterte Skijacke: Shell mit eingebauter Isolation. Einfacher für Anfänger; im Frühling evtl. zu warm.
  • 3-in-1-Jacken: Shell mit herausnehmbarer Fleecejacke — gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Achte auf: Schneefang, helmtaugliche Kapuze, Belüftungsreißverschlüsse unter den Achseln, Skipasstasche am linken Ärmel und Brillentasche.

Was die Zahlen zur Wasserdichtigkeit bedeuten: siehe Membranen und Wassersäule.

Beine

Eine lange Funktionsunterhose plus wasserdichte Skihose (gefüttert oder Shell) reicht an den meisten Tagen. An sehr kalten Tagen kommt eine dünne Fleece-Leggings dazu. Latzhosen (mit Brustteil und Trägern) verhindern, dass bei Stürzen Schnee eindringt — sehr praktisch für Anfänger und Snowboarder.

Was man bei welcher Temperatur trägt

TemperaturObenUnten
Unter −15 °CDicke Funktionsschicht + Fleece + Daunen/gefütterte Jacke + ShellFunktionsschicht + Fleece-Leggings + gefütterte Hose
−15 bis −5 °CMittlere Funktionsschicht + Fleece + gefütterte Jacke oder Shell mit leichter DauneFunktionsschicht + gefütterte Hose
−5 bis +2 °CMittlere Funktionsschicht + dünnes Fleece + Shell/gefütterte JackeFunktionsschicht + Skihose
Über +2 °C (Frühling)Leichte Funktionsschicht + Shell mit offenen BelüftungenLeichte Funktionsschicht oder nichts + Shellhose

Tipp für Anfänger: Beim Lernen schwitzt du mehr, als du denkst (viel Anstrengung und häufiges Aufstehen). Zieh dich etwas leichter an, als dein Gefühl sagt, und pack eine leichte Daunenjacke oder ein Fleece in den Rucksack oder bind es um die Hüfte.

Kopf, Hände und Füße

Die Extremitäten kühlen zuerst aus. Lies Handschuhe, Socken und Sturmhauben. Unter dem Helm reicht eine dünne Mütze oder Sturmhaube — der Helm wärmt bereits.