Auf dieser Seite
  1. Die Vorhersage prüfen
  2. Diffuses Licht und Whiteout
  3. Gefühlte Temperatur durch Wind
  4. Leichte und schwere Erfrierungen
  5. Unterkühlung
  6. Warme Tage: Frühlingsskilauf
  7. Blitz und Gewitter

Das Wetter in den Bergen ändert sich schnell. Ein sonniger Morgen kann sich bis Mittag in ein kaltes, windiges Whiteout verwandeln. Prüf jeden Tag die Vorhersage und pass deine Pläne an.

Die Vorhersage prüfen

  • Nutze App oder Website des Skigebiets: Dort siehst du geöffnete Lifte, die Temperatur unten und oben, Wind und Sicht.
  • Die Temperatur sinkt um etwa 0,6–1 °C pro 100 Höhenmeter — oben kann es viel kälter sein.
  • Wind legt zuerst die oberen Lifte still; Übungsbereiche bleiben meist offen.

Diffuses Licht und Whiteout

Bei Wolken, Nebel oder starkem Schneefall verschwinden die Schatten, die Unebenheiten und Gefälle sichtbar machen. Es ist, als würdest du in einer weißen Kiste fahren — das führt zu Schwindel und Stürzen.

  • Nutze ein Glas für schlechte Sicht (gelb, rosa oder klar). Siehe Skibrillen-Ratgeber.
  • Fahr Pisten nahe an Bäumen oder mit vielen Markierungen: Sie geben Kontrast.
  • Fahr langsamer und halte die Knie weich, um Unebenheiten abzufangen, die du nicht siehst.
  • Bleib bei der Gruppe und folge den Markierungen.
  • Bei sehr schlechter Sicht geh eine heiße Schokolade trinken und warte — oft klart es auf.

Gefühlte Temperatur durch Wind

Wind lässt es viel kälter wirken, als das Thermometer zeigt. Bei −10 °C und 30 km/h Wind kann sich freie Haut wie etwa −20 °C anfühlen, und Sessellifte erzeugen ihren eigenen Fahrtwind. Bedeck dein Gesicht im Lift und an windigen Tagen.

Leichte und schwere Erfrierungen

Die leichte Erfrierung ist das frühe, umkehrbare Stadium: Die Haut wird weiß oder gräulich, kalt und taub, meist an Nase, Wangen, Ohren, Fingern oder Zehen.

Bei einer schweren Erfrierung gefrieren Haut und tiefere Gewebe: Die Haut wird hart, wachsartig, weiß oder gelblich-grau, und später können Blasen entstehen.

Was zu tun ist

  • Geh ins Warme oder in den Windschatten.
  • Wärm die Stelle langsam mit Körperwärme (Hände unter die Achseln) oder lauwarmem (nicht heißem) Wasser.
  • Nicht reiben und keine direkte Hitze wie Heizkörper oder Feuer verwenden.
  • Bei allem, was über eine leichte Erfrierung hinausgeht, ärztliche Hilfe suchen.

Achtet an kalten Tagen gegenseitig auf eure Gesichter — man merkt es oft selbst nicht.

Unterkühlung

Ein gefährliches Absinken der Körpertemperatur. Das Risiko steigt mit nasser Kleidung, Wind, Erschöpfung und Alkohol.

  • Erste Anzeichen: starkes Zittern, Ungeschicklichkeit, verwaschene Sprache, Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit.
  • Schwere Anzeichen: Das Zittern hört auf, Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit — ein medizinischer Notfall.

Was zu tun ist: Bring die Person aus der Kälte, wechsle nasse Kleidung, wickle sie in trockene Schichten, gib ihr warme, gezuckerte Getränke, wenn sie voll bei Bewusstsein ist, und hol Hilfe.

Warme Tage: Frühlingsskilauf

Am Saisonende gibt es Sonne, Sulzschnee und nachmittags abseits der Pisten eine höhere Lawinengefahr. Zieh dich leichter an, trink mehr und schütz dich vor der Sonne. Siehe Frühlingsskilauf und Sonnenschutz.

Blitz und Gewitter

Im Winter selten, im Frühling aber möglich. Wenn ein Gewitter aufzieht, verlass sofort die Lifte und exponierte Grate.